SimultanProjekte 

04.04 —27.07.2019 

Mit den SimultanProjekten feiert die Simultanhalle - Raum für zeitgenössische Kunst dieses Jahr neben einem neuen Ausstellungsprogramm auch ihr 40. Jubiläum. Trotz der Schließung des Gebäudes im letzten Jahr ist es zentraler Gedanke des diesjährigen Konzeptes, die Simultanhalle weiterhin als Referenzpunkt für das künstlerische Programm beizubehalten und gleichzeitig, ausgehend von ihr, den Ort der Ausstellung auf das Außengelände sowie den umliegenden Stadtraum zu erweitern. Komprimiert auf einen Zeitraum von drei Monaten laden wir mit dem ersten Kapitel der SimultanProjekte sechs Künstler*innen aus London, Wien, Berlin, Hamburg und Düsseldorf nach Köln-Volkhoven ein. Die Ausstellung besteht dabei aus drei, über die gesamte Ausstellungsdauer installierten Arbeiten der Künstler*innen Irene Pérez Hernández, Thomas Geiger und Zora Kreuzer sowie punktuell erfolgenden Arbeiten im Rahmen der Perfomancetage von Tassilo Letzel, Sophie Schweighart und Harkeerat Mangat.

 

Irene Pérez Hernández

Schalung für einen Halbbogen

Außengelände der Simultanhalle

 

Thomas Geiger

Heimersdorf glänzt, Haselnusshof 

mit Performance jeden Samstag von 11:00 - 13:00 Uhr am Haselnusshof 

 

Zora Kreuzer

Shade am Haselnusshof zwischen Wettbüro und Parfümerie  

Casino am Haselnusshof im Überdach der Sparkasse 

 

Performancetage

18.05.2019
Tassilo Letzel
Peripherie Köln / Einladung zur Feldforschung mit dem Fahrrad
Treffpunkt: Simultanhalle

15.06.2019

Sommerfest mit Filmvorführung und Konzert

07.07.2019
Harkeerat Mangat

Außengelände der Simultanhalle

27.07.2019

Sophie Schweighart

_false_face 

Toiletten Annex der Simultanhalle

(Finissage)

SIMULTANPROJEKTE

4.5. - 27.7.2019 

VERGANGENE VERANSTALTUNGEN

Finissage der Simultanprojekte

Samstag 27.07.2019

Beginn 15 Uhr mit der Präsentation des letzten Projektes _false_face von Sophie Schweighart.

Mit Ausnahme der Performance von Thomas Geiger von 11 bis 13 Uhr.

Sophie Schweighart

_false_face

Sophie Schweighart arbeitet unter anderem mit inszenierter Fotografie und schafft für ihre Arbeiten surreale Kulissen und Sets. Für die SimultanProjekte zeigt sie eine raumgreifende Installation mit dem Titel "_false_face". Architektonisch von der Halle getrennt, nutzt Sophie Schweighart den Innenraum des alten Toilettenhauses als Kulisse und Rahmen für ihre performative Installation - ein künstlich konstruierter und dramaturgisch präzise aufgebauter Raum im Raum, der Grenzen verschwimmen lässt. 

Irene Pérez Hernández

Ab 19 Uhr zeigt Irene Pérez Hernández die Transformation der Skulptur Schalung für einen Halbbogen. Im Sinne eines Neuanfangs soll die Skulptur demontiert und verwandelt werden.

Thomas Geiger

Die Performance Heimersdorf glänzt wird morgen von 11 bis 13 Uhr das letzte Mal zu sehen sein. 

Haselnusshof, Heimersdorf.

Zora Kreuze

Ebenfalls am Haselnusshof wird die Installation Shade zwischen Wettbüro und Parfümerie, und bei Dämmerung die Lichtinstallation Casino im Überdach der Sparkasse zu sehen sein.

"Sometimes, I work with people who are musically savvy and are more than just living room singers. Every now and then, I get someone who really wants to get into it and so I share what I know with them. They should know it because music is a bridge across large spans of time. One of the mechanisms that human beings have invented for communicating between the distant past and distant future is culture. That’s one of the ways that Johann Sebastian Bach sent a message to us. It’s one of the ways that Tansen, temple singers in India or West African griots sent messages to us. As David McCullough said, 'They weren’t living in the past. They live in the present just like us.' So, how do you send a message from one present to another present? Well, you don’t just yell. You have to do something else. There’s a mechanism for that and that mechanism is called culture. That’s how we send messages to the present that comes later. Once I understood that, the connection to climate change activism became very obvious. That realization showed me that we are all parts of a chain of transmission that depends on continuance. It depends on the idea that there is no last link. So, doing whatever is possible in my own life to ensure that there is a future to fill with music is crucial."

 

- Warren Senders, Man with Sign (December 16, 2018)

 

Der medienübergreifend arbeitende Künstler und Musiker Harkeerat Mangat organisiert seine Filme und Performances wie Kompositionen, die verschiedene Realitäten miteinander verweben. Auf dem Schulhof der Simultanhalle lädt er zu einem Konzert ein, das sich der Verschränkung von zwei unterschiedlichen Narrationen widmet, die von Marktschreiern, Protest und der Präsenz ineinandergreifender Zeitlichkeit erzählt.

 

Für den SimultanhalleProjekte Performance-Tag inszeniert Harkeerat Mangat das Jungenspiel "Die Jagd nach der grünen Mappe" von Erich Colberg aus dem Jahr 1939 sowie ein zuvor aufgezeichnetes Interview mit dem klassischen Musiker und Klimaschützer Warren Senders.

SimultanProjekte

Sommerfest

Die Simultanhalle lädt zum Sommerfest ein: Am 15. Juni um 16 Uhr

Filmvorführung: "Das Klaus Peter Schnüttger-Webs Museum", 1987 von Maria Vedder.

Am 6. September 1986 eröffneten die Künstler*innen Bettina Gruber, Ulrich Tillmann und Maria Vedder in der Kölner Simultanhalle in einer spektakulären Aktion parallel zur Eröffnung des neuen Museum Ludwig Köln das Klaus Peter Schnüttger-Webs Museum, das leider wegen der enormen Folgekosten einen Tag nach Eröffnung wieder schließen musste. Der Film zeigt Aufzeichnung der Direktübertragung der Eröffnungsfeierlichkeiten am 6. September 1987 in das Museum Ludwig. 

Kurzfassung 37:00 Min, mit Beiträgen u.a. von: Brian Eno, Thomas Grünfeld, Georg Herold, Werner Koj. Interviewer: Konstantin von Ahlefeld. Kamera: Hans Georg Andres, Jörg Grabosch, Uwe Wiesemann

Konzert: BruderKONG-Trio

Die Performance _false_face von Sophie Schweighart wurde verschoben und findet am 27.07. zur Finissage statt.

Installation “Schalung für einen Halbbogen“ (2019) von Irene Pérez Hernández

SimultanProjekte
04.05 — 27.07.2019


Im Rahmen des AIC ON 2019 vom 24. bis 26. Mai 2019 lädt die Simultanhalle am Samstag, dem 25. Mai zum Spaziergang durch die SimultanProjekte ein. 

Treffpunkt: SIMULTANHALLE, Volkhovener Weg 209–211
um 16:30 

Anmeldung:
touren@aic.cologne

Arbeit im Hintergrund auf dem Foto: Casino, 2019 von Zora Kreuzer, © Kriz Olbricht

SimultanProjekte

04.05 - 27.07.2019

 

Tassilo Letzel
Peripherie Köln / Einladung zur Feldforschung mit dem Fahrrad

18.05.2019, Treffpunkt um 14:00 an der Simultanhalle 

Anmeldungen zur Fahrradtour unter 
info@simultanhalle.de 


Tassilo Letzel
Peripherie Köln / Einladung zur Feldforschung mit dem Fahrrad
Samstag, 18. Mai 2019, um 14 Uhr an der Simultanhalle 

Im Rahmen seiner Residence an der Simultanhalle Köln entwickelt der Künstler und Fotograf Tassilo Letzel eine Radtour durch die städtische Peripherie Kölns ausgehend von der Simultanhalle in Chorweiler. Am Übergang von Stadt und Land, weit ab vom Zentrum, beobachten wir die ortsspezifische Natur und Architektur, Siedlungen, Gewerbe, Infrastruktur, Brachen und Nicht - Orte. Die Tour versteht sich als Einladung zur Feldforschung mit dem Fahrrad, als Möglichkeit uns mit unserer Umgebung auseinanderzusetzen, Neues zu entdecken und das Gesehene zu hinterfragen. Nach der Tour lädt die Simultanhalle zum Grillen ein.

Mitbringen: Eigenes Fahrrad + zu trinken
Dauer vorraussichtlich 3-4 Stunden, Tempo gemütlich
Wegstrecke bis 30km, mit einem normalen Rad einfach zu schaffen.
Nach der Tour lädt die Simultanhalle zum Grillen auf dem Gelände ein. 

Anmeldungen zur Fahrradtour unter 
info@simultanhalle.de
 

SimultanProjekte
04.05 — 27.07.2019


Artist Talk
Irene Pérez Hernández

am Samstag, 11.05.2019, um 17.00 Uhr an der Simultanhalle

Artist Talk 
Irene Pérez Hernández
am Samstag, 11.05.2019
um 17:00 Uhr an der Simultanhalle 


Die Installation “Schalung für einen Halbbogen“ (2019) von Irene Pérez Hernández untersucht die Spannung zwischen Abgrenzung und Zugang in Bezug auf die Geschichte, Architektur und Gegenwart der Simultanhalle. Die Künstlerin reflektiert mit ihrer Arbeit Modalitäten der territorialen Grenzziehung und wie soziale und räumliche Systeme des Austausches auf formaler Ebene funktionieren. Der ehemalige Modellbau als Objekt im Raum, sichtbar, aber physisch unzugänglich. Ein Mangel, dem die Künstlerin mit der Möglichkeit einer Neuorientierung begegnet. Zur Finissage der SimultanProjekte wird ihre skulpturale Arbeit in einer Zeremonie, als Geste der Schließung und Erneuerung, aufgelöst.